Nach drei Siegen in Folge und acht Punkten aus den letzten fünf Spielen, hat die TSV Hannover-Burgdorf das Abstiegsgespenst zwar noch nicht gänzlich verjagt, jedoch liegt es momentan nicht sehr bedrohlich über dem Nordmeyer-Team. Am Samstag, ab 19 Uhr, tritt die TSV nun beim Tabellenzwölften, der HSG Wetzlar an. Nachdem Trainer Gennadij Chalepo im November die Nordhessen übernahm, ging es dort bergauf. Inzwischen hat das Team 22 Punkte gesammelt und steht im gesicherten Mittelfeld der Toyota Handball-Bundesliga. In der Heimspielstätte, der Mittelhessenarena, konnten starke Gegner wie der SC Magdeburg, TV Grosswallstadt und auch der VfL Gummersbach bezwungen werden.
Mit Philipp Müller steht ein starker Rückraumspieler in den Reihen der HSG. Er sorgt für die notwendigen Treffer von der linken Seite. Häufig sieht Müller den besser postierten Kari Kristjan Kristjansson am Kreis und bringt ihn in Wurfposition. Hat dieser erst einmal den Ball, ist ein Treffer oder ein Strafwurf fast unvermeidlich. Als Spielmacher fungiert Timo Salzer, der neben einer guten Organisation auch den Blick in Richtung Tor lenkt und leichte Treffer aus der Fernwurfzone erzielt.
Nicht zu vergessen ist der ehemalige TSV-Spieler Lars Friedrich, der in Wetzlar immer stärker wird und mittlerweile zum besten Torschützen der HSG avancierte. Im Tor steht mit Nicolai Weber ein Schlussmann, der Wetzlar schon so manchen Punkt gerettet hat.
„Die HSG hat ihre Stärken eindeutig im Defensivbereich“, erläuterte Trainer Christopher Nordmeyer. „Die Abwehr ist das Prunkstück der Mannschaft. Unsere Hauptaufgabe ist es, dagegen Tore zu erzielen. Darauf haben wir hingearbeitet“.
Die unglückliche Hinspielniederlage, als die TSV durch einen Treffer von Steffen Fäth 16 Sekunden vor dem Abpfiff mit 23:24 unterlag, ist abgehakt. Vielmehr kann die TSV nach den Erfolgen der letzten Wochen mit gestärktem Selbstvertrauen nach Wetzlar reisen. „Wir wollen den Spaß am Handball und am Gewinnen beibehalten. Ohne die richtige Einstellung wird es jedoch nichts. Wenn wir uns auf unsere Aufgabe konzentrieren, werden wir sehen, wozu es reicht“, so der TSV-Coach auf der Pressekonferenz vor der Begegnung.
Nicht dabei sein können die verletzten Nikolas Katsigiannis und Hannes Jon Jonsson. Außerdem werden Jannis Fauteck und Thomas Bergmann fehlen, die zeitgleich, mit dem Zweitspielrecht, bei den HF Springe eingesetzt werden. Zuletzt plagten sich Marc Hohenberg und Sigurbergur Sveinsson mit fiebrigen Infekten herum. Christopher Nordmeyer ist jedoch zuversichtlich, dass beide die Fahrt nach Wetzlar mitmachen können.
Geleitet wird die Begegnung vom Unparteiischengespann Andreas und Marcus Pritschow aus Stuttgart.
Der aktuelle Spielstand kann über den Liveticker verfolgt werden.
Die Pressekonferenz vor dem Spiel hier

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